Past Monuments

Herabsetzung als Kunst – eine Analyse

PAST MONUMENTS – Herabsetzung als Kunst, eine Analyse* 


Das Department für öffentliche Erscheinungen setzt den Mann von seinem Pferd und das Pferd von seinem Sockel. Damit intendiert das Department für öffentliche Erscheinungsformen eine neue Präsentationsform von Denkmälern in den öffentlichen Raum. In diesem Fall das Reiterstandbild von Otto I. von Wittelsbach vor der bayerischen Staatskanzlei. 


Mit der Methode der Analyse, sprich Zergliederung, wird die tradierte Form von Denkmal, bestehend aus drei Teilen: Sockel, Pferd und Mensch dekonstruiert und am Beispiel von Otto I. von Wittelsbach vollzogen. Während der Projektdauer (13.9. bis 15.11.2022) wird dieses Motiv auch in verschiedenen Medien veröffentlicht und auf Werbeflächen in München plakatiert.


Mit dem Projekt “past monument“ nimmt das Department für öffentliche Erscheinung Stellung in der aktuellen Denkmaldebatte und bietet, jenseits von Zerstörung oder Bildersturm, eine konstruktives Angebot die Inszenierung historischer „Figuren“ zu hinterfragen.


Die Wirkmacht der Erhöhung als ästhetische und kultische Strategie der Würdigung und Verehrung wird durch die Intervention des Department für öffentliche Erscheinungen gestört, zur Diskussion gestellt und schärft den Blick der Begegnung auf Augenhöhe.


* In der Reihe "past statements", Public Art München

Department für öffentliche Erscheinungen | for public appearances

Aktionen

Unsere Kunst-Aktionen im öffentlichen Raum sind temporär, oft mit partizipativem Schwerpunkt. Seit 1995 sind Regeln und Formen der Kommunikation der Ausgangspunkt unserer sozialen Skulpturen.

Ausstellungen

In Ausstellungskontexten fassen wir die Objekte und Relikte aus den Aktionen neu und bringen sie in eine aktuelle Gegenwart, die über eine reine Dokumentation hinausgeht.